Burgdorf gilt als einer der grössten Hochwasser-Hotspots im Kanton Bern. Nach den Ereignissen 2005 und 2007 wurde entlang der Emme auf einer Länge von rund 900 m ein umfassendes Hochwasserschutzprojekt umgesetzt. Zentrale Massnahme war der Ersatz des alten Typonstegs durch eine neue Langsamverkehrsbrücke. Weitere Eingriffe umfassten die Verbreiterung und Aufweitung des Gerinnes, Sohlenabsenkungen von bis zu 1 m, den vollständigen Ersatz der Uferverbauungen sowie Sicherungen mittels Blockbuhnen, Betonschwellen und Blockriegeln. Parallel dazu mussten bedeutende Werkleitungen und das angrenzende Verkehrsnetz angepasst sowie wertvolle Uferpartien gestalterisch in Szene gesetzt werden. Die Projektierung erfolgte im Rahmen eines kantonalen Wasserbauplanverfahrens mit breiter Partizipation. Unter der Leitung der c+s ingenieure ag wurde ein interdisziplinäres Team aus Fachplanern für Naturgefahren, Ingenieurbau, Hydrogeologie/Geotechnik, Umwelt und Gestaltung koordiniert. Das Projekt zeichnet sich durch die hohe Komplexität im innerstädtischen Umfeld und die enge Abstimmung zwischen Wasserbau und städtischer Infrastruktur aus – ein Erfahrungswert, der sich direkt auf vergleichbare Projekte übertragen lässt.

Informationen zum Projekt

Bauherrschaft

Schwellenverband Emmen II. Sektion und Stadt Burgdorf, Baudirektion

Mandatsdauer

Planung 2008 – 2011
Realisierung 2012 – 2015

Kosten

ca. 4 Mio. CHF

Funktion

Gesamtleitung, Projekt- und Bauleitung, Oberbauleitung

Bearbeitete Projektphasen

Projektierung, Ausschreibung, Realisierung